News (Letzte 12 Monate)

Innovatives wasserstoffkompatibles H2Secure-STA-System auf der IME


Wir freuen uns, Ihnen einen neuen Meilenstein in unserer Forschungsinfrastruktur vorstellen zu dürfen.
Dank unserer fruchtbaren Zusammenarbeit mit NETZSCH Analyzing & Testing (NETZSCH-Gerätebau GmbH), IME - Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling ein innovatives, wasserstoffkompatibles H2Secure-STA-System erhalten, das nun vollständig installiert und für die ersten Messungen bereit ist. Dieses Gerät ist das erste H₂-sichere Simultan-TGA- und DSC-System auf dem Markt und ist mit einer Vielzahl von Gasatmosphären, einschließlich Wasserdampf, kompatibel. Diese neue Fähigkeit wird unsere Forschung im Bereich der Wasserstoffmetallurgie unterstützen und uns dabei helfen, neue Wege zur emissionsfreien Metallproduktion zu erschließen.
Wir möchten dem NETZSCH-Team – Dr. Christoph Kallfaß, Michael Schöneich und Dr. Thomas Hänel – unseren herzlichen Dank für ihre Unterstützung aussprechen.

Außerdem heißen wir Dr. Isnaldi Souza Filho herzlich in der Zusammenarbeit willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit auf dem Gebiet der Wasserstoffmetallurgie.

Das EarLi-Projekt wurde mit einem Pilotversuch im 100-Liter-Maßstab erfolgreich abgeschlossen


Wir haben unseren Fluorentfernungsschritt erfolgreich auf einen Maßstab von 100 Litern skaliert. Durch die Zugabe von Calciumhydroxid zu Prozesswasser aus dem Batterierecycling konnten wir Fluor als CaF₂ ausfällen und nach 6 Stunden bei Raumtemperatur eine Fluorentfernung von 81 % erreichen, gefolgt von einer effizienten Filtration.

Dieser Reinigungsschritt ist Teil unseres innovativen und nachhaltigen Lithiumrückgewinnungsprozesses im Rahmen des EarLi-Projekts (BMWE – „Forschung in der Schwerpunktförderung Batteriezellfertigung“), bestehend aus dem Koordinator Accurec GmbH sowie den Partnern IME RWTH Aachen, Öko-Institut e.V. und Evonik Operations GmbH. Mit dem Abschluss dieses Scale-up-Experiments konnten wir das Projekt erfolgreich beenden.

Der Prozess beginnt mit einer kontinuierlichen, energieneutralen Pyrolyse, bei der Lithium in eine wasserlösliche Form überführt wird. Nach der mechanischen Separation wird die Schwarzmasse einer selektiven Neutral-Laugung unterzogen, bei der Lithium extrahiert wird, während andere Metalle ungelöst bleiben. Die lithiumreiche Lösung wird anschließend gereinigt und mithilfe eines neuartigen kontinuierlichen elektrolytischen Membransystems direkt in Lithiumhydroxid umgewandelt – alles in einem einzigen Schritt. Abschließend wird Lithiumhydroxid-Monohydrat ausgefällt und steht für die direkte Wiedereingliederung in die Herstellung neuer Batterievorprodukte bereit.

Dieser Pilotversuch stellt nicht nur einen großen Erfolg innerhalb des Projekts dar, sondern demonstriert auch unsere Fähigkeit, hydrometallurgische Experimente im großen Maßstab durchzuführen. Unser 100-Liter-Laugungsreaktor ermöglicht kontrolliertes Heizen und Rühren bei gleichzeitiger kontinuierlicher Überwachung von pH-Wert und Redoxpotenzial. In Kombination mit unserer großen Filterpresse können wir Laugungs- und Fällungsversuche effizient im Pilotmaßstab durchführen. Diese Anlage stellt eine bedeutende Erweiterung unserer bisherigen Laborkapazitäten sowie unserer 10-Liter-Versuchsanlagen dar.

Website-Update: Unsere Website ist jetzt schneller

Liebe Freunde des IMEs,

Wir haben unsere Website optimiert. Sie ist nun deutlich schneller, damit Sie unsere Inhalte noch angenehmer nutzen können.

Es werden noch kleinere Anpassungen vorgenommen. Sollte es zu Darstellungsfehlern kommen, löschen Sie bitte den Cache und die Cookies Ihres Browsers. Bitte beachten Sie außerdem, dass einige Links der vorherigen Website durch die Erneuerung möglicherweise nicht mehr erreichbar sind, da diese teilweise geändert wurden.

Bei Fragen erreichen Sie uns unter: institut@ime-aachen.de.

Beiträge zum GDMB-Symposium 2026


Wir haben uns sehr gefreut, zum erfolgreichen GDMB-Symposium zu Ehren von Maurits Van Camp beizutragen, das von der GDMB Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e.V. organisiert wurde. Unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter Florian Wegmann und Jan Krusenbaum präsentierten ihre Arbeiten jeweils in spannenden dreiminütigen Poster-Pitches. Die Session wurde souverän von Prof. Friedrich moderiert, der zuvor bereits seine Perspektiven zur Zukunft der Metallurgie im Rahmen einer Podiumsdiskussion vorgestellt hatte.

Inbetriebnahme unseres neuen Mini-TBRC-Schiffs


Wir sind stolz darauf, unsere experimentelle TBRC-Plattform erfolgreich fertiggestellt zu haben.

Das neue Mini-Gefäß ermöglicht Experimente im Maßstab von 35 L und ist mit zwei verschiedenen feuerfesten Auskleidungsmaterialien ausgestattet. Dadurch bietet es eine höhere Flexibilität sowie eine verbesserte Beständigkeit während des Betriebs. Zur Funktionsprüfung haben wir zwei Raffinationsversuche mit Aluminium- und Kupferschrott durchgeführt.

Gemeinsam mit dem Midi-Reaktor (100 L) und der großen Pilotanlage (1000 L) sind wir nun in der Lage, nahezu alle industriellen Anforderungen zur Skalierung von Forschungsprozessen abzubilden. Die neue Anlage ergänzt unsere bestehende Infrastruktur kompakt und stärkt unsere Verarbeitungskapazitäten. Der nächste Schritt ist bereits in Arbeit – vollständige wasserstoffbasierte Technologie für Beheizung und Reduktion.

MDPI Workshop zum wissenschaftlichen Publizieren am IME durchgeführt


Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass der Workshop zum wissenschaftlichen Publizieren am 18. März 2026 an der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit MDPI stattgefunden hat. Wir möchten uns herzlich bei MDPI bedanken, die diese Gelegenheit an der RWTH Aachen University ermöglicht haben. Der Workshop bot eine großartige Möglichkeit, wertvolle Einblicke von erfahrenen Vertreterinnen und Vertretern sowie Vortragenden von MDPI darüber zu erhalten, wie wissenschaftliche Arbeiten verfasst werden und wie mit Publikationsrichtlinien gearbeitet wird.

Ein besonderer Dank gilt außerdem unseren Vortragenden: Prof. Dr. Joan Josep Sunol von der Universität Girona, der online teilgenommen und wertvolle Einblicke geteilt hat, sowie Dr. Talal Al Samman (Lehrstuhl für Materialphysik und Institut für Physikalische Metallurgie und Metallphysik, RWTH Aachen University), der seine Erfahrungen und Expertise persönlich mit uns geteilt hat.

Teilnahme an der Berliner Konferenz Metallkreisläufe 2026


Letzte Woche nahmen Professor Friedrich und zwei unserer Kollegen, Paul Geller und Hanwen Chung, an der Berliner Konferenz Metallkreisläufe (BKM) teil.

Während der zweitägigen Konferenz teilten Vertreter aus Industrie, Politik und Wissenschaft ihre Einblicke in den aktuellen Stand sowie die Entwicklungen der Kreislaufwirtschaft. Dies führte zu zahlreichen Diskussionen, aus denen neue Ideen und Kooperationen entstanden.

Konferenzen und Austauschformate wie diese bieten eine wertvolle Gelegenheit, neue und bestehende Partner zu treffen und gemeinsam auf unserem Weg in eine zirkuläre Zukunft zusammenzuarbeiten.

Abschluss des EU-Harare-Projekts: Wasserstoffreduktion von Kupferschlacke


Mit dem Ende des vergangenen Jahres ist das EU-Harare-Projekt zu Ende gegangen. Dieses Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, was durch Zusammenarbeit und Teamarbeit zwischen europäischen Industrie- und akademischen Partnern erreicht werden kann.

Über einen Zeitraum von vier Jahren haben wir die Nutzung von Wasserstoff als Reduktionsmittel für fayalitische Kupferschlacken und andere sekundäre Rohstoffe untersucht. Am IME wurde das System zunächst im Labormaßstab entwickelt und getestet, bevor mehrere Versuche im Pilotmaßstab unter Einsatz unseres Top Blown Rotary Converter (TBRC) durchgeführt wurden. Dabei wurden unter anderem Reaktionskinetik, Reduktionseffizienz sowie das Reaktionsverhalten und die Selektivität untersucht.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Wasserstoffreduktion industrieller Kupferschlacke hochselektiv ist und das Potenzial bietet, getrennte Kupfer- und Eisenlegierungen zu erzeugen. Weitere Metalle wie Molybdän, Nickel und Kobalt können in diesen Legierungen angereichert werden, wodurch sich vielfältige weitere Wege für ein ganzheitliches Recycling eröffnen.

Wir möchten allen unseren Partnern für ihren Beitrag zu diesem Projekt danken sowie der Europäischen Union für die Förderung von Forschung, die auf eine nachhaltigere Zukunft und geschlossene Materialkreisläufe in einer Kreislaufwirtschaft abzielt.

Pressemitteilung der RWTH Aachen


Wie sieht die Zukunft der Metallurgie aus?

An der RWTH Aachen macht das Institut für Verfahrenstechnik der Metallurgie und Metallrecycling (IME) einen wichtigen Schritt nach vorne, indem es zwei metallurgische Lehrstühlenach mehr als 125 Jahren der Trennung wieder zusammenführt. Historisch gesehen war die Metallurgie in Aachen zwischen Eisen und Stahl auf der einen Seite und Nichteisenmetallen auf der anderen Seite aufgeteilt.

Heute jedoch erfordern die Herausforderungen, denen die Industrie gegenübersteht – von Kupfer und Aluminium bis hin zu Batteriemetallen und Seltenen Erden – einen viel integrierteren Ansatz. Die neue Struktur des IME spiegelt diesen Wandel wider. Durch die Zusammenführung von Fachwissen über alle Metallsysteme und die Konzentration auf Prozessmetallurgie, Recycling und Kreislaufwirtschaftsstrategien will das Institut die Methoden entwickeln, die für die Zukunft der Metallurgie erforderlich sind. Die neue Struktur des IME spiegelt diesen Wandel wider. Durch die Bündelung von Fachwissen aus allen Metallsystemen und die Konzentration auf Prozessmetallurgie, Recycling und Kreislaufwirtschaftsstrategien will das Institut die Methoden entwickeln, die für die nächste Generation einer nachhaltigen Metallproduktion erforderlich sind. Ein starkes Signal für die Zukunft der metallurgischen Forschung, Ausbildung und Zusammenarbeit mit der Industrie.

Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel: https://bit.ly/IME-aachen

Neues Forschungsprojekt am IME: Thermische Behandlung von Schwarzmasse mittels Mikrowellentechnologie in Drehrohröfen


Die Mikrowellentechnologie hat sich als vielversprechendes thermisches Behandlungsverfahren zur Entfernung von organischen Stoffen und Elektrolyten aus Schwarzmasse im Gegensatz zu konventionellen Methoden herauskristallisiert. Dieser innovative Ansatz nutzt die einzigartigen Eigenschaften von Mikrowellen, um Materialien selektiv von innen zu erhitzen. Die Vorteile der mikrowellenunterstützten thermischen Behandlung umfassen einen geringeren Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Heizmethoden sowie kürzere Verarbeitungszeiten. Darüber hinaus hat diese Technologie das Potenzial, die Rückgewinnungsraten wertvoller Metalle wie Lithium, Kobalt und Nickel zu verbessern, was die Gesamtnachhaltigkeit und wirtschaftliche Rentabilität von Recyclingprozessen für Batterien erhöht.

Dieses Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem IME und der Fricke und Mallah GmbH (FuM), finanziert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Es beinhaltet die Verwendung und Anpassung eines von FuM entwickelten Drehofens zur Entfernung gefährlicher organischer Materialien aus der Schwarzmasse sowie zur Verbesserung der Lithium-Rückgewinnungsraten durch Early Stage Lithium Recovery (ESLR). Durch die Integration der Mikrowellentechnologie in das Batterierecycling möchten wir zur Kreislaufwirtschaft beitragen, während wir weniger Energie verbrauchen und potenziell weniger schädliche Abgase erzeugen.

Mitgliederversammlung und Alumni-Treffen 2025 der Freunde des IME e.V.

Jedes Jahr im November findet die Mitgliederversammlung unseres Fördervereins „Freunde des IME e.V.“ gemeinsam mit dem jährlichen Alumni-Treffen statt. Die diesjährige Veranstaltung war in besonderer Weise durch das 25-jährige Jubiläum des Fördervereins geprägt. Zu diesem Anlass durften wir mehr als 120 Teilnehmende begrüßen.

Im Rahmen der Veranstaltung hatten wir die Ehre, die jährlichen Förderpreise für vier herausragende Bachelorarbeiten und Mini-Theses zu verleihen. Unsere herzlichen Glückwünsche galten Varshini Jayaramaiah, Yegyeong Oh und Mengqi Qu, die jeweils mit einem Preisgeld in Höhe von 400 € ausgezeichnet wurden. Darüber hinaus wurde der Aurubis-Preis für eine exzellente Masterarbeit von Dr. Andreas Specht an Florian Wegmann verliehen.

Wir dankten allen Mitgliedern herzlich für ihre fortwährende Unterstützung und ihr Engagement und blickten auf ein weiteres Jahr des Wachstums und der Innovation am IME zurück.

Der Förderverein leistete einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Lehre und Forschung am IME, indem er unter anderem Exkursionen, Laborausstattung sowie studentische Arbeitsplätze finanziell unterstützte.

Prof. Bernd Friedrich beim Expert Forum Green & Circular Metals SIGN Launch


Das Expert Forum: Green & Circular Metals SIGN Launch findet dieses Jahr vom 24.–25. November in Düsseldorf statt. Professor Bernd Friedrich wird als Sprecher an der zweiten Podiumsdiskussion: Status of circularity, design for recycling, technology readiness & gaps, trends & bottlenecks, teilnehmen.

Die Veranstaltung bietet eine wertvolle Plattform für Austausch und Vernetzung mit politischen Entscheidungsträgern, Branchenvertretern und Innovatoren, die gemeinsam daran arbeiten, nachhaltiges Produktdesign voranzutreiben, Recycling- und Wiederverwendungspraktiken zu verbessern und Abfall zu reduzieren. Ein zentrales Ziel des Forums ist es, der Europäischen Kommission fachlich fundierte Beiträge für den derzeit entstehenden Circular Economy Act bereitzustellen.

Als Leiter des IME brachte Prof. Bernd Friedrich Einblicke aus der aktuellen wissenschaftlichen Landschaft ein und skizzierte Perspektiven für die zukünftige Entwicklung der Metallurgie:

  • Obwohl viele thermochemische Prozesse technisch machbar sind, bleibt ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit häufig außer Reichweite. Die vollständige Zirkularität der vielen strategischen Metalle ist daher eher eine Vision als Realität.
  • Um Metallverluste zu reduzieren, müssen die Schnittstellen zwischen Demontage, Vorbehandlung und Metallurgie optimiert werden, wobei KI wertvolle Unterstützung bieten kann.
  • Selbst die ausgeklügeltsten Simulationsmodelle benötigen vor einer industriellen Umsetzung eine experimentelle Validierung, eine zentrale Aufgabe der Forschungseinrichtungen.
  • Gleichzeitig fällt es den Hochschulen zunehmend schwer, qualifizierten Nachwuchs bereitzustellen, da das langfristige Engagement der Industrie sinkt. Schrumpfende öffentliche Grundfinanzierungen gefährden zudem die Aufrechterhaltung essenzieller Expertise und Infrastruktur – Herausforderungen, die durch die abnehmende Bereitschaft der Industrie zu langfristigen Forschungspartnerschaften weiter verschärft werden.

Link: https://eitrawmaterials.eu/events/expert-forum-green-circular-metals-sign-launch

Neues Forschungsprojekt am IME: Geschlossener Recyclingkreislauf für Photovoltaikmodule


Bis zum Jahr 2030 wird das weltweite Volumen an end-of-life Photovoltaikmodulen (PV-Modulen) schätzungsweise bis zu 1,7 Millionen Tonnen erreichen, davon allein 1 Million Tonnen in Deutschland. Da PV-Module als Elektro- und Elektronik-Altgeräte gelten, hat die EU-Kommission in der Richtlinie 2012/19/EU Vorschriften für die Sammlung, den Transport und das Recycling mit definierten Zielvorgaben festgelegt.

Im Rahmen dieses Kooperationsprojekts zwischen dem IME und der ABCircular GmbH, das vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) finanziert wird, ist das c-Si-PV-Modul das Ausgangsmaterial. Diese Art von PV enthält Glas, Aluminium, Polymerschichten, Kupfer und Silber, die zusammen 90% der Materialien ausmachen, was PV-Module nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht für das Recycling attraktiv macht.

Ziel des Projekts ist es, einen „grünen chemischen” Recyclingprozess zu etablieren, bei dem alle Produkte die Qualität für die Herstellung neuer PV-Module aufweisen. Die Aufgaben des IME innerhalb des Projekts konzentrieren sich auf die Unterschiede zwischen der Mikrowellen- und der konventionellen Pyrolyse des PV-Moduls, die auf die Entfernung der Polymere abzielt. Dadurch wird die Si/Cu-Fraktion freigesetzt, die sich leicht weiterverwerten lässt.

In Memory of Professor Dr.-Ing. Joachim Krüger


Wir trauern um unseren ehemaligen Institutsleiter

Professor Dr.-Ing. Joachim Krüger, em. (June 16, 1933 – October 28, 2025)

Professor Krüger leitete das IME von 1977 bis 1999 und hat das Institut mit seiner Persönlichkeit über vielen Jahren geprägt. Während dieser Zeit hat er nicht nur durch sein enormes Fachwissen, insbesondere im Bereich der Zinkforschung, beeindruckt, sondern auch durch seine hohen Ansprüche an sich selbst und andere

Professor Krüger war stets ein Mentor und Unterstützer für sein wissenschaftliches Team sowie für die Studierenden. Sein Engagement in der Hochschulpolitik und seine Leidenschaft für Gremienarbeiten haben maßgeblich zur Entwicklung unserer Institution beigetragen. Schon früh hat er das Recycling an das IME gebracht.

Seine Fähigkeit, Wissen zu vermitteln und andere zu inspirieren, wird uns allen fehlen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten und seine wertvollen Beiträge zur Wissenschaft und zur akademischen Gemeinschaft nie vergessen.

In Gedanken sind wir bei seiner Familie und seinen Freunden in dieser schweren Zeit.

IME-Exkursion 2025 nach Norddeutschland


Vom 22. bis 29. September unternahmen ein Team des IMEs – darunter Studierende, wissenschaftliche Mitarbeitende und weiteres Personal – eine Exkursion in den Norden Deutschlands. Die vielfältige Gruppe führte lebhafte Diskussionen und erhielt wertvolle Einblicke in pyro- und hydrometallurgische Prozesse, die zu einer nachhaltigeren Metallindustrie beitragen.

Die Reise begann in Ennepetal bei den Siegfried-Jacob-Metallwerken, wo die Sortierung und das Recycling von Metallen im Mittelpunkt standen. Es folgten Besuche bei Glencore in Nordenham, spezialisiert auf Blei- und Zinkgewinnung, sowie in einer hydrometallurgischen Aluminiumoxidanlage in Stade. Eine Bootstour rundete den ereignisreichen Tag entspannt ab. Weitere Stationen waren Aurubis in Hamburg, wo die Teilnehmenden die pyrometallurgische Kupferproduktion kennenlernen konnten, sowie ArcelorMittal und Trimet, die Einblicke in die Direktreduktion von Eisenoxid-Pellets und die Primäraluminiumproduktion ermöglichten.

Wir danken den Unternehmen und Sponsoren herzlich für ihre Unterstützung und die Gelegenheit, unser Verständnis der industriellen Metallurgie zu vertiefen:

  • Freunde des IME e.V.
  • Stifterverband Metalle e.V.
  • Otto-Junker-Stiftung
  • GDMB Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e.V.
  • Aluminium Engineering Center Aachen e.V.

International Master’s Programme in Energy and Green Hydrogen feiert erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen


Das International Master’s Programme in Energy and Green Hydrogen (IMP-EGH) ist in diesem Jahr erfolgreich zu Ende gegangen. Wir hatten das Vergnügen, drei herausragende Studierende aus Côte d’Ivoire – Mame Haicha Faye, Abdul Majid Is-hak und Forkpayea Mulbah – bei uns zu begrüßen, die jeweils bemerkenswerte Beiträge in ihren Fachgebieten geleistet haben.

Unter der Betreuung von Dr. Srecko Stopic und Hanwen Chung haben die Studierenden im September ihre Masterarbeiten erfolgreich abgeschlossen und verteidigt. Ihre Forschung umfasste vielfältige und innovative Themen, darunter die Herstellung von Nanopulvern, das Drucklaugen von Bleikonzentraten sowie die Wasserstoffreduktion von Tellurdioxid.

Wir sprechen allen drei Absolventinnen und Absolventen unsere herzlichsten Glückwünsche aus und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg auf ihrem beruflichen Weg – möge ihre Arbeit einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung nachhaltiger Energie- und Wasserstofftechnologien leisten.

Neue Landing Page für das Studiengang Nachhaltige Werkstofftechnik


A new landing page has been launched for the new Sustainable Materials Engineering degree program!

In diesem Studiengang dreht sich alles um die Steigerung der Nachhaltigkeit im Bereich der Werkstoffe und Materialien, mit den Vertiefungsmöglichkeiten:

  • Circular Metallurgy
  • Sustainable Materials Manufacturing
  • Werkstoffe und Prozesse für das Leben
  • Data-Driven Materials Engineering for Sustainability

In Circular Metallurgy wird das IME spannende Recycling-Lösungsansätze rundum das Elektroauto präsentieren. Von Elektronik über Magnete zu Batterien, wir zeigen wie komplexe end-of-life Stoffströme zu wiederverwendbaren Rohstoffen verarbeitet werden können.

Hier geht’s direkt zum Link: https://nwt.rwth-aachen.de/

Alumna Christin Stallmeister gewinnt den Preis des Stifterverbandes Metalle


Wir gratulieren unserer Alumna Christin Stallmeister zum Preis des Stifterverbandes Metalle für ihre hervorragende Dissertation mit dem Titel:

„Thermische Vorbehandlung und frühzeitige Lithiumrückgewinnung im Kontext pyrometallurgischer NMC-Lithium-Ionen-Batterie-Recyclingrouten“.

Mit dem Preis würdigt die Stiftervereinigung Metalle herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Metallurgie und fördert vielversprechende junge Forscher unter 35 Jahren.

Die Auszeichnung wurde im Rahmen der European Metallurgical Conference (EMC) 2025 verliehen.

Wir sind sehr stolz auf Christins Leistungen und gratulieren ihr ganz herzlich zu dieser wohlverdienten Auszeichnung!

IME auf der European Metallurgical Conference 2025


Das Team des IME nahm an der European Metallurgical Conference (EMC) 2025 in Hamburg teil. Seit 2001 ist das IME bei jeder Ausgabe dieser zweijährlich stattfindenden Konferenz vertreten und hat bislang mehr als einhundert wissenschaftliche Beiträge geleistet.

Die Veranstaltung bot eine hervorragende Plattform, um unsere Forschungsarbeiten einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren und zu diskutieren. Insgesamt stellten 15 wissenschaftliche Mitarbeitende des IME eine Vielzahl von Vorträgen und Postern vor, die die Vielfalt unserer Forschung eindrucksvoll widerspiegelten und erneut unser Leitmotiv unterstrichen: „From Nano to Mega – Metallurgy in All Dimensions.“

Neben dem fachlichen Austausch bot sich unseren Kolleginnen und Kollegen auch die Gelegenheit, Deutschlands zweitgrößte Stadt zu erkunden und durch gemeinsame Erlebnisse den Teamgeist weiter zu stärken.

Wenn Sie an unseren Konferenzbeiträgen interessiert sind, besuchen Sie gerne unsere Website.

Großer Meilenstein: Der neue Lichtbogenofen nimmt den Betrieb auf


Nach einem Jahr engagierter Planung, Entwicklung und Teamarbeit sind wir stolz, die erfolgreiche Inbetriebnahme unseres neuen großen Lichtbogenofens bekannt zu geben! Dieser 700 kVA-Wechselstromofen, der mit drei Elektroden und einem Fassungsvermögen von 350 Litern ausgestattet ist, bedeutet einen großen Schritt nach vorn für unsere Forschungsmöglichkeiten. Er ist die perfekte Verkörperung des Mottos unseres Instituts: „Von Nano bis Mega - Metallurgie in allen Dimensionen“.

Mit dieser Anlage können wir unsere Experimente nun nahtlos vom Labor- in den Pilotmaßstab übertragen.

Wie der Name schon sagt, läuft die EAF vollelektrisch und ist damit ein wichtiges Instrument, um die kohlenstofffreie Metallurgie und die nachhaltige Metallverarbeitung voranzutreiben.

Ein großes Dankeschön an alle, die dieses Projekt zum Leben erweckt haben:

  • Unsere wissenschaftlichen MitarbeiterInnen: Dorothea Schneider, Fiona Pickart, Florian Wegmann, Joao Pedro Weiss
  • Unsere Anlagentechniker: Christopher Wels, Ali Sahin, Simon Stanetzky, Sergen Serin
  • Unser Workshop-Team: Tobias Held, David Langohr, David Palmen, Fabian Böhm, Liam Dix, Paul Pleyers, Till Ritzerfeld Und der Konstrukteur: Viktor Hügel

Ihr Engagement und Ihr Fachwissen haben diese Leistung möglich gemacht!

MINT-EC Camp “Sustainability in Resource Engineering”


Am 15. Mai fand das MINT-EC-Camp „Sustainability in Resource Engineering” für Schülerinnen und Schüler am IME statt.

Eine Woche lang erkundeten die Schülerinnen und Schüler in praktischen Workshops und inspirierenden Vorträgen, wie Rohstoffe gewonnen und recycelt werden – am Beispiel eines Smartphones. Dabei besuchten sie die Institute der Fachgruppen Materialwissenschaft und Werkstofftechnik sowie Rohstoffe und Entsorgungstechnik.

Am IME haben sie einen Einblick in verschiedene metallurgische Recyclingprozesse gewonnen: das hydrometallurgische Recycling von Smartphone-Komponenten, das Vakuum-Induktionsschmelzen von Aluminium und das Schmelzen von Edelstahl im Lichtbogenofen.

Wir freuen uns, der jungen Generation die Welt der grünen Metallurgie zeigen zu können, und sind sehr froh, dass sie in unserem Institut viel Spaß hatten!

 

IME am Berliner Konferenz für Metallkreisläufe 2025


Anfang April hatte eine Delegation des IME die Gelegenheit, an der Berliner Konferenz für Metallkreisläufe 2025 teilzunehmen.

Wir waren stolz darauf, mit zwei Postern zu unserem aktuellen Forschungsstand zur hydrometallurgischen Rückgewinnung von Metallen aus Black Mass – einem wichtigen Zwischenprodukt im Recycling von Lithium-Ionen-Batterien – vertreten zu sein. Darüber hinaus präsentierten wir unsere neuesten Erkenntnisse zum Potenzial der thermischen Konditionierung zur Effizienz- und Selektivitätssteigerung von Metallrecyclingprozessen.

Neben dem fachlichen Austausch bot die Konferenz eine hervorragende Plattform, um mit einer Vielzahl von Fachleuten in Kontakt zu treten. Wir trafen viele inspirierende Persönlichkeiten, tauschten Ideen aus und diskutierten über die Herausforderungen und Chancen, die die Zukunft zirkulärer Metallprozesse prägen.

Wir sind dankbar für die aufschlussreichen Gespräche und freuen uns schon jetzt auf die Teilnahme im nächsten Jahr!

Blockguss Forum 2025


Ende März wurde das Blockguss Forum 2025 vom IME RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit MAGMA Aachen veranstaltet.

Es war eine zweitägige Veranstaltung voller Begegnungen, inspirierendem Austausch und der Möglichkeit, mit vielen interessanten Personen aus verschiedenen Bereichen der Industrie und Wissenschaft in Kontakt zu treten.

Die Veranstaltung brachte Experten aus den Bereichen Umschmelzen, Barrenguss und Feuerfest zusammen.

Kick-off meeting Circular Electronics PhD program


Am 7. April 2025 fand im SuperC der RWTH Aachen der feierliche Auftakt für das German-Indonesian PhD-Programm „Circular Electronics“ statt. In diesem Programm arbeiten Institute der RWTH gemeinsam mit Partneruniversitäten aus Indonesien daran, innovative Lösungen für das Recycling von Elektronikabfällen zu entwickeln und nachhaltige Kreislaufansätze zu fördern.

Insgesamt sind 15 Doktorandinnen und Doktoranden für das Promotionsprogramm in Aachen vorgesehen. Die Forschungsprojekte decken ein breites Spektrum ab: von der mechanischen Vorbehandlung von Elektroschrott über neue Technologien zur Kunststoffverwertung bis hin zu wirtschaftlichen und sozialen Aspekten der Kreislaufwirtschaft.

Im Rahmen des Kick-Off-Meetings präsentierten die ersten PhD-Studierenden ihre Projekte und berichteten über ihre Erfahrungen an der RWTH. Dabei wurde deutlich, wie wichtig die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Integration in das akademische Leben vor Ort sind.

Mit dem PhD-Programm setzen wir auf langfristige Kooperationen, stärken den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Indonesien und leisten einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft.