News (Letzte 12 Monate)
Teilnahme an der Berliner Konferenz Metallkreisläufe 2026
Letzte Woche nahmen Professor Friedrich und zwei unserer Kollegen, Paul Geller und Hanwen Chung, an der Berliner Konferenz Metallkreisläufe (BKM) teil.
Während der zweitägigen Konferenz teilten Vertreter aus Industrie, Politik und Wissenschaft ihre Einblicke in den aktuellen Stand sowie die Entwicklungen der Kreislaufwirtschaft. Dies führte zu zahlreichen Diskussionen, aus denen neue Ideen und Kooperationen entstanden.
Konferenzen und Austauschformate wie diese bieten eine wertvolle Gelegenheit, neue und bestehende Partner zu treffen und gemeinsam auf unserem Weg in eine zirkuläre Zukunft zusammenzuarbeiten.
Abschluss des EU-Harare-Projekts: Wasserstoffreduktion von Kupferschlacke
Mit dem Ende des vergangenen Jahres ist das EU-Harare-Projekt zu Ende gegangen. Dieses Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, was durch Zusammenarbeit und Teamarbeit zwischen europäischen Industrie- und akademischen Partnern erreicht werden kann.
Über einen Zeitraum von vier Jahren haben wir die Nutzung von Wasserstoff als Reduktionsmittel für fayalitische Kupferschlacken und andere sekundäre Rohstoffe untersucht. Am IME wurde das System zunächst im Labormaßstab entwickelt und getestet, bevor mehrere Versuche im Pilotmaßstab unter Einsatz unseres Top Blown Rotary Converter (TBRC) durchgeführt wurden. Dabei wurden unter anderem Reaktionskinetik, Reduktionseffizienz sowie das Reaktionsverhalten und die Selektivität untersucht.
Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Wasserstoffreduktion industrieller Kupferschlacke hochselektiv ist und das Potenzial bietet, getrennte Kupfer- und Eisenlegierungen zu erzeugen. Weitere Metalle wie Molybdän, Nickel und Kobalt können in diesen Legierungen angereichert werden, wodurch sich vielfältige weitere Wege für ein ganzheitliches Recycling eröffnen.
Wir möchten allen unseren Partnern für ihren Beitrag zu diesem Projekt danken sowie der Europäischen Union für die Förderung von Forschung, die auf eine nachhaltigere Zukunft und geschlossene Materialkreisläufe in einer Kreislaufwirtschaft abzielt.
Pressemitteilung der RWTH Aachen
Wie sieht die Zukunft der Metallurgie aus?
An der RWTH Aachen macht das Institut für Verfahrenstechnik der Metallurgie und Metallrecycling (IME) einen wichtigen Schritt nach vorne, indem es zwei metallurgische Lehrstühlenach mehr als 125 Jahren der Trennung wieder zusammenführt. Historisch gesehen war die Metallurgie in Aachen zwischen Eisen und Stahl auf der einen Seite und Nichteisenmetallen auf der anderen Seite aufgeteilt.
Heute jedoch erfordern die Herausforderungen, denen die Industrie gegenübersteht – von Kupfer und Aluminium bis hin zu Batteriemetallen und Seltenen Erden – einen viel integrierteren Ansatz. Die neue Struktur des IME spiegelt diesen Wandel wider. Durch die Zusammenführung von Fachwissen über alle Metallsysteme und die Konzentration auf Prozessmetallurgie, Recycling und Kreislaufwirtschaftsstrategien will das Institut die Methoden entwickeln, die für die Zukunft der Metallurgie erforderlich sind. Die neue Struktur des IME spiegelt diesen Wandel wider. Durch die Bündelung von Fachwissen aus allen Metallsystemen und die Konzentration auf Prozessmetallurgie, Recycling und Kreislaufwirtschaftsstrategien will das Institut die Methoden entwickeln, die für die nächste Generation einer nachhaltigen Metallproduktion erforderlich sind. Ein starkes Signal für die Zukunft der metallurgischen Forschung, Ausbildung und Zusammenarbeit mit der Industrie.
Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel: https://bit.ly/IME-aachen
Neues Forschungsprojekt am IME: Thermische Behandlung von Schwarzmasse mittels Mikrowellentechnologie in Drehrohröfen
Die Mikrowellentechnologie hat sich als vielversprechendes thermisches Behandlungsverfahren zur Entfernung von organischen Stoffen und Elektrolyten aus Schwarzmasse im Gegensatz zu konventionellen Methoden herauskristallisiert. Dieser innovative Ansatz nutzt die einzigartigen Eigenschaften von Mikrowellen, um Materialien selektiv von innen zu erhitzen. Die Vorteile der mikrowellenunterstützten thermischen Behandlung umfassen einen geringeren Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Heizmethoden sowie kürzere Verarbeitungszeiten. Darüber hinaus hat diese Technologie das Potenzial, die Rückgewinnungsraten wertvoller Metalle wie Lithium, Kobalt und Nickel zu verbessern, was die Gesamtnachhaltigkeit und wirtschaftliche Rentabilität von Recyclingprozessen für Batterien erhöht.
Dieses Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem IME und der Fricke und Mallah GmbH (FuM), finanziert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Es beinhaltet die Verwendung und Anpassung eines von FuM entwickelten Drehofens zur Entfernung gefährlicher organischer Materialien aus der Schwarzmasse sowie zur Verbesserung der Lithium-Rückgewinnungsraten durch Early Stage Lithium Recovery (ESLR). Durch die Integration der Mikrowellentechnologie in das Batterierecycling möchten wir zur Kreislaufwirtschaft beitragen, während wir weniger Energie verbrauchen und potenziell weniger schädliche Abgase erzeugen.
Mitgliederversammlung und Alumni-Treffen 2025 der Freunde des IME e.V.
Jedes Jahr im November findet die Mitgliederversammlung unseres Fördervereins „Freunde des IME e.V.“ gemeinsam mit dem jährlichen Alumni-Treffen statt. Die diesjährige Veranstaltung war in besonderer Weise durch das 25-jährige Jubiläum des Fördervereins geprägt. Zu diesem Anlass durften wir mehr als 120 Teilnehmende begrüßen.
Im Rahmen der Veranstaltung hatten wir die Ehre, die jährlichen Förderpreise für vier herausragende Bachelorarbeiten und Mini-Theses zu verleihen. Unsere herzlichen Glückwünsche galten Varshini Jayaramaiah, Yegyeong Oh und Mengqi Qu, die jeweils mit einem Preisgeld in Höhe von 400 € ausgezeichnet wurden. Darüber hinaus wurde der Aurubis-Preis für eine exzellente Masterarbeit von Dr. Andreas Specht an Florian Wegmann verliehen.
Wir dankten allen Mitgliedern herzlich für ihre fortwährende Unterstützung und ihr Engagement und blickten auf ein weiteres Jahr des Wachstums und der Innovation am IME zurück.
Der Förderverein leistete einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Lehre und Forschung am IME, indem er unter anderem Exkursionen, Laborausstattung sowie studentische Arbeitsplätze finanziell unterstützte.
Prof. Bernd Friedrich beim Expert Forum Green & Circular Metals SIGN Launch
Das Expert Forum: Green & Circular Metals SIGN Launch findet dieses Jahr vom 24.–25. November in Düsseldorf statt. Professor Bernd Friedrich wird als Sprecher an der zweiten Podiumsdiskussion: Status of circularity, design for recycling, technology readiness & gaps, trends & bottlenecks, teilnehmen.
Die Veranstaltung bietet eine wertvolle Plattform für Austausch und Vernetzung mit politischen Entscheidungsträgern, Branchenvertretern und Innovatoren, die gemeinsam daran arbeiten, nachhaltiges Produktdesign voranzutreiben, Recycling- und Wiederverwendungspraktiken zu verbessern und Abfall zu reduzieren. Ein zentrales Ziel des Forums ist es, der Europäischen Kommission fachlich fundierte Beiträge für den derzeit entstehenden Circular Economy Act bereitzustellen.
Als Leiter des IME brachte Prof. Bernd Friedrich Einblicke aus der aktuellen wissenschaftlichen Landschaft ein und skizzierte Perspektiven für die zukünftige Entwicklung der Metallurgie:
- Obwohl viele thermochemische Prozesse technisch machbar sind, bleibt ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit häufig außer Reichweite. Die vollständige Zirkularität der vielen strategischen Metalle ist daher eher eine Vision als Realität.
- Um Metallverluste zu reduzieren, müssen die Schnittstellen zwischen Demontage, Vorbehandlung und Metallurgie optimiert werden, wobei KI wertvolle Unterstützung bieten kann.
- Selbst die ausgeklügeltsten Simulationsmodelle benötigen vor einer industriellen Umsetzung eine experimentelle Validierung, eine zentrale Aufgabe der Forschungseinrichtungen.
- Gleichzeitig fällt es den Hochschulen zunehmend schwer, qualifizierten Nachwuchs bereitzustellen, da das langfristige Engagement der Industrie sinkt. Schrumpfende öffentliche Grundfinanzierungen gefährden zudem die Aufrechterhaltung essenzieller Expertise und Infrastruktur – Herausforderungen, die durch die abnehmende Bereitschaft der Industrie zu langfristigen Forschungspartnerschaften weiter verschärft werden.
Link: https://eitrawmaterials.eu/events/expert-forum-green-circular-metals-sign-launch
Neues Forschungsprojekt am IME: Geschlossener Recyclingkreislauf für Photovoltaikmodule
Bis zum Jahr 2030 wird das weltweite Volumen an end-of-life Photovoltaikmodulen (PV-Modulen) schätzungsweise bis zu 1,7 Millionen Tonnen erreichen, davon allein 1 Million Tonnen in Deutschland. Da PV-Module als Elektro- und Elektronik-Altgeräte gelten, hat die EU-Kommission in der Richtlinie 2012/19/EU Vorschriften für die Sammlung, den Transport und das Recycling mit definierten Zielvorgaben festgelegt.
Im Rahmen dieses Kooperationsprojekts zwischen dem IME und der ABCircular GmbH, das vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) finanziert wird, ist das c-Si-PV-Modul das Ausgangsmaterial. Diese Art von PV enthält Glas, Aluminium, Polymerschichten, Kupfer und Silber, die zusammen 90% der Materialien ausmachen, was PV-Module nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht für das Recycling attraktiv macht.
Ziel des Projekts ist es, einen „grünen chemischen” Recyclingprozess zu etablieren, bei dem alle Produkte die Qualität für die Herstellung neuer PV-Module aufweisen. Die Aufgaben des IME innerhalb des Projekts konzentrieren sich auf die Unterschiede zwischen der Mikrowellen- und der konventionellen Pyrolyse des PV-Moduls, die auf die Entfernung der Polymere abzielt. Dadurch wird die Si/Cu-Fraktion freigesetzt, die sich leicht weiterverwerten lässt.
In Memory of Professor Dr.-Ing. Joachim Krüger
Wir trauern um unseren ehemaligen Institutsleiter
Professor Dr.-Ing. Joachim Krüger, em. (June 16, 1933 – October 28, 2025)
Professor Krüger leitete das IME von 1977 bis 1999 und hat das Institut mit seiner Persönlichkeit über vielen Jahren geprägt. Während dieser Zeit hat er nicht nur durch sein enormes Fachwissen, insbesondere im Bereich der Zinkforschung, beeindruckt, sondern auch durch seine hohen Ansprüche an sich selbst und andere
Professor Krüger war stets ein Mentor und Unterstützer für sein wissenschaftliches Team sowie für die Studierenden. Sein Engagement in der Hochschulpolitik und seine Leidenschaft für Gremienarbeiten haben maßgeblich zur Entwicklung unserer Institution beigetragen. Schon früh hat er das Recycling an das IME gebracht.
Seine Fähigkeit, Wissen zu vermitteln und andere zu inspirieren, wird uns allen fehlen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten und seine wertvollen Beiträge zur Wissenschaft und zur akademischen Gemeinschaft nie vergessen.
In Gedanken sind wir bei seiner Familie und seinen Freunden in dieser schweren Zeit.
IME-Exkursion 2025 nach Norddeutschland
Vom 22. bis 29. September unternahmen ein Team des IMEs – darunter Studierende, wissenschaftliche Mitarbeitende und weiteres Personal – eine Exkursion in den Norden Deutschlands. Die vielfältige Gruppe führte lebhafte Diskussionen und erhielt wertvolle Einblicke in pyro- und hydrometallurgische Prozesse, die zu einer nachhaltigeren Metallindustrie beitragen.
Die Reise begann in Ennepetal bei den Siegfried-Jacob-Metallwerken, wo die Sortierung und das Recycling von Metallen im Mittelpunkt standen. Es folgten Besuche bei Glencore in Nordenham, spezialisiert auf Blei- und Zinkgewinnung, sowie in einer hydrometallurgischen Aluminiumoxidanlage in Stade. Eine Bootstour rundete den ereignisreichen Tag entspannt ab. Weitere Stationen waren Aurubis in Hamburg, wo die Teilnehmenden die pyrometallurgische Kupferproduktion kennenlernen konnten, sowie ArcelorMittal und Trimet, die Einblicke in die Direktreduktion von Eisenoxid-Pellets und die Primäraluminiumproduktion ermöglichten.
Wir danken den Unternehmen und Sponsoren herzlich für ihre Unterstützung und die Gelegenheit, unser Verständnis der industriellen Metallurgie zu vertiefen:
- Freunde des IME e.V.
- Stifterverband Metalle e.V.
- Otto-Junker-Stiftung
- GDMB Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e.V.
- Aluminium Engineering Center Aachen e.V.
International Master’s Programme in Energy and Green Hydrogen feiert erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen
Das International Master’s Programme in Energy and Green Hydrogen (IMP-EGH) ist in diesem Jahr erfolgreich zu Ende gegangen. Wir hatten das Vergnügen, drei herausragende Studierende aus Côte d’Ivoire – Mame Haicha Faye, Abdul Majid Is-hak und Forkpayea Mulbah – bei uns zu begrüßen, die jeweils bemerkenswerte Beiträge in ihren Fachgebieten geleistet haben.
Unter der Betreuung von Dr. Srecko Stopic und Hanwen Chung haben die Studierenden im September ihre Masterarbeiten erfolgreich abgeschlossen und verteidigt. Ihre Forschung umfasste vielfältige und innovative Themen, darunter die Herstellung von Nanopulvern, das Drucklaugen von Bleikonzentraten sowie die Wasserstoffreduktion von Tellurdioxid.
Wir sprechen allen drei Absolventinnen und Absolventen unsere herzlichsten Glückwünsche aus und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg auf ihrem beruflichen Weg – möge ihre Arbeit einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung nachhaltiger Energie- und Wasserstofftechnologien leisten.
Neue Landing Page für das Studiengang Nachhaltige Werkstofftechnik
A new landing page has been launched for the new Sustainable Materials Engineering degree program!
In diesem Studiengang dreht sich alles um die Steigerung der Nachhaltigkeit im Bereich der Werkstoffe und Materialien, mit den Vertiefungsmöglichkeiten:
- Circular Metallurgy
- Sustainable Materials Manufacturing
- Werkstoffe und Prozesse für das Leben
- Data-Driven Materials Engineering for Sustainability
In Circular Metallurgy wird das IME spannende Recycling-Lösungsansätze rundum das Elektroauto präsentieren. Von Elektronik über Magnete zu Batterien, wir zeigen wie komplexe end-of-life Stoffströme zu wiederverwendbaren Rohstoffen verarbeitet werden können.
Hier geht’s direkt zum Link: https://nwt.rwth-aachen.de/
Alumna Christin Stallmeister gewinnt den Preis des Stifterverbandes Metalle
Wir gratulieren unserer Alumna Christin Stallmeister zum Preis des Stifterverbandes Metalle für ihre hervorragende Dissertation mit dem Titel:
„Thermische Vorbehandlung und frühzeitige Lithiumrückgewinnung im Kontext pyrometallurgischer NMC-Lithium-Ionen-Batterie-Recyclingrouten“.
Mit dem Preis würdigt die Stiftervereinigung Metalle herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Metallurgie und fördert vielversprechende junge Forscher unter 35 Jahren.
Die Auszeichnung wurde im Rahmen der European Metallurgical Conference (EMC) 2025 verliehen.
Wir sind sehr stolz auf Christins Leistungen und gratulieren ihr ganz herzlich zu dieser wohlverdienten Auszeichnung!
IME auf der European Metallurgical Conference 2025
Das Team des IME nahm an der European Metallurgical Conference (EMC) 2025 in Hamburg teil. Seit 2001 ist das IME bei jeder Ausgabe dieser zweijährlich stattfindenden Konferenz vertreten und hat bislang mehr als einhundert wissenschaftliche Beiträge geleistet.
Die Veranstaltung bot eine hervorragende Plattform, um unsere Forschungsarbeiten einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren und zu diskutieren. Insgesamt stellten 15 wissenschaftliche Mitarbeitende des IME eine Vielzahl von Vorträgen und Postern vor, die die Vielfalt unserer Forschung eindrucksvoll widerspiegelten und erneut unser Leitmotiv unterstrichen: „From Nano to Mega – Metallurgy in All Dimensions.“
Neben dem fachlichen Austausch bot sich unseren Kolleginnen und Kollegen auch die Gelegenheit, Deutschlands zweitgrößte Stadt zu erkunden und durch gemeinsame Erlebnisse den Teamgeist weiter zu stärken.
Wenn Sie an unseren Konferenzbeiträgen interessiert sind, besuchen Sie gerne unsere Website.
Großer Meilenstein: Der neue Lichtbogenofen nimmt den Betrieb auf
Nach einem Jahr engagierter Planung, Entwicklung und Teamarbeit sind wir stolz, die erfolgreiche Inbetriebnahme unseres neuen großen Lichtbogenofens bekannt zu geben! Dieser 700 kVA-Wechselstromofen, der mit drei Elektroden und einem Fassungsvermögen von 350 Litern ausgestattet ist, bedeutet einen großen Schritt nach vorn für unsere Forschungsmöglichkeiten. Er ist die perfekte Verkörperung des Mottos unseres Instituts: „Von Nano bis Mega - Metallurgie in allen Dimensionen“.
Mit dieser Anlage können wir unsere Experimente nun nahtlos vom Labor- in den Pilotmaßstab übertragen.
Wie der Name schon sagt, läuft die EAF vollelektrisch und ist damit ein wichtiges Instrument, um die kohlenstofffreie Metallurgie und die nachhaltige Metallverarbeitung voranzutreiben.
Ein großes Dankeschön an alle, die dieses Projekt zum Leben erweckt haben:
- Unsere wissenschaftlichen MitarbeiterInnen: Dorothea Schneider, Fiona Pickart, Florian Wegmann, Joao Pedro Weiss
- Unsere Anlagentechniker: Christopher Wels, Ali Sahin, Simon Stanetzky, Sergen Serin
- Unser Workshop-Team: Tobias Held, David Langohr, David Palmen, Fabian Böhm, Liam Dix, Paul Pleyers, Till Ritzerfeld Und der Konstrukteur: Viktor Hügel
Ihr Engagement und Ihr Fachwissen haben diese Leistung möglich gemacht!
MINT-EC Camp “Sustainability in Resource Engineering”
Am 15. Mai fand das MINT-EC-Camp „Sustainability in Resource Engineering” für Schülerinnen und Schüler am IME statt.
Eine Woche lang erkundeten die Schülerinnen und Schüler in praktischen Workshops und inspirierenden Vorträgen, wie Rohstoffe gewonnen und recycelt werden – am Beispiel eines Smartphones. Dabei besuchten sie die Institute der Fachgruppen Materialwissenschaft und Werkstofftechnik sowie Rohstoffe und Entsorgungstechnik.
Am IME haben sie einen Einblick in verschiedene metallurgische Recyclingprozesse gewonnen: das hydrometallurgische Recycling von Smartphone-Komponenten, das Vakuum-Induktionsschmelzen von Aluminium und das Schmelzen von Edelstahl im Lichtbogenofen.
Wir freuen uns, der jungen Generation die Welt der grünen Metallurgie zeigen zu können, und sind sehr froh, dass sie in unserem Institut viel Spaß hatten!
IME am Berliner Konferenz für Metallkreisläufe 2025
Anfang April hatte eine Delegation des IME die Gelegenheit, an der Berliner Konferenz für Metallkreisläufe 2025 teilzunehmen.
Wir waren stolz darauf, mit zwei Postern zu unserem aktuellen Forschungsstand zur hydrometallurgischen Rückgewinnung von Metallen aus Black Mass – einem wichtigen Zwischenprodukt im Recycling von Lithium-Ionen-Batterien – vertreten zu sein. Darüber hinaus präsentierten wir unsere neuesten Erkenntnisse zum Potenzial der thermischen Konditionierung zur Effizienz- und Selektivitätssteigerung von Metallrecyclingprozessen.
Neben dem fachlichen Austausch bot die Konferenz eine hervorragende Plattform, um mit einer Vielzahl von Fachleuten in Kontakt zu treten. Wir trafen viele inspirierende Persönlichkeiten, tauschten Ideen aus und diskutierten über die Herausforderungen und Chancen, die die Zukunft zirkulärer Metallprozesse prägen.
Wir sind dankbar für die aufschlussreichen Gespräche und freuen uns schon jetzt auf die Teilnahme im nächsten Jahr!
Blockguss Forum 2025
Ende März wurde das Blockguss Forum 2025 vom IME RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit MAGMA Aachen veranstaltet.
Es war eine zweitägige Veranstaltung voller Begegnungen, inspirierendem Austausch und der Möglichkeit, mit vielen interessanten Personen aus verschiedenen Bereichen der Industrie und Wissenschaft in Kontakt zu treten.
Die Veranstaltung brachte Experten aus den Bereichen Umschmelzen, Barrenguss und Feuerfest zusammen.
Kick-off meeting Circular Electronics PhD program
Am 7. April 2025 fand im SuperC der RWTH Aachen der feierliche Auftakt für das German-Indonesian PhD-Programm „Circular Electronics“ statt. In diesem Programm arbeiten Institute der RWTH gemeinsam mit Partneruniversitäten aus Indonesien daran, innovative Lösungen für das Recycling von Elektronikabfällen zu entwickeln und nachhaltige Kreislaufansätze zu fördern.
Insgesamt sind 15 Doktorandinnen und Doktoranden für das Promotionsprogramm in Aachen vorgesehen. Die Forschungsprojekte decken ein breites Spektrum ab: von der mechanischen Vorbehandlung von Elektroschrott über neue Technologien zur Kunststoffverwertung bis hin zu wirtschaftlichen und sozialen Aspekten der Kreislaufwirtschaft.
Im Rahmen des Kick-Off-Meetings präsentierten die ersten PhD-Studierenden ihre Projekte und berichteten über ihre Erfahrungen an der RWTH. Dabei wurde deutlich, wie wichtig die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Integration in das akademische Leben vor Ort sind.
Mit dem PhD-Programm setzen wir auf langfristige Kooperationen, stärken den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Indonesien und leisten einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft.


